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Nachfolgend sind wichtige Schritte beim Aufbau eines interkulturellen Gartenprojekts aufgelistet und kurz beschrieben (nach www.stiftung-interkultur.de sowie Müller, 2002). Es besteht daneben viel Freiraum in Gestaltung und Einsatz des Projekts. Es ist wichtig, sich im Klaren zu sein, zu welchem Zweck und mit welchen Zielen ein Interkultureller Garten aufgebaut wird und welche Zielgruppe davon profitieren möchte. Wird beispielsweise ein Garten zur Traumatherapie von Folter- und Kriegsopfern nach dem Vorbild des Heilgartens im Behandlungszentrum für Folteropfer Berlin angestrebt, sollten andere Grundsätze beachtet werden als wenn ein nachbarschaftlicher Gemeinschaftsgarten zur Integration von Migrant/innen entstehen soll.

Zusätzlich zur folgenden Auflistung und Beschreibung der wichtigsten Schritte ist auf der Homepage der Stiftung Interkultur (www.stiftung-interkultur.de) eine genauere Anleitung zum Aufbau eines Interkulturellen Gartens unter dem Titel Wie baut man einen Interkulturellen Garten auf? Praxistipps und Materialien zu finden. Die Stiftung hat sich motiviert bereit erklärt, bei Bedarf telefonisch für Projektberatung zur Verfügung zu stehen. Ebenfalls kann man mit den Projekten, die in der Schweiz bereits bestehen, Kontakt aufnehmen. Es empfiehlt sich, als erster Schritt mit der dem Verein Interkulturelle Gärten Schweiz Kontakt aufzunehmen. So wird eine Koordination und Gesamtübersicht über mögliche Projekte und Interessenten ermöglicht. Ferner besteht die Möglichkeit zu Beratung und Unterstützung durch den Verein beim Aufbau eines Projekts.

Vorstandsteam gründen

Das Vorstandsteam soll möglichst aus Fachpersonen und zukünftigen Gärtner/innen (Partizipation) bestehen. Funktionen des Vorstandsteams: Koordination, Organisation, Planung, moderate interne Leitung, Vernetzung mit anderen Gärten, Öffentlichkeitsarbeit, rechtlich: Vereinssatzung, Ansprechpersonen.

Träger

Wer ist der Träger des Projekts? Beispielsweise eine soziokulturelle oder gesundheitliche Institution, ein Verein, eine kirchliche Einrichtung.

Finanzierung

Wer finanziert das Projekt oder zumindest den Projektstart? Beispielsweise eine Stiftung, der Europäische Flüchtlingsfond EFF, Lokale Agenda 21, . Je nach Bedarf weitere Sponsoren für Material, Gartenerde u.a. suchen.

Grundstück beschaffen

Sich mit Behörden, Kirchgemeinden, Wohnungsbaugesellschaften, kirchlichen oder soziokulturellen Einrichtungen in Verbindung setzen. Bodenqualität beachten, Umgebung berücksichtigen.

Ziele des Projekts, Zielgruppe, Interessent/innen

Wer hat Interesse als Gärtner/in mitzumachen? Welche Ziele sollen angestrebt werden? Beispielsweise Therapie, Integration, Nachbarschaftskontakte?

Urbarmachung des Grundstücks

Beispielsweise mit Unterstützung durch ein kostengünstiges internationales SCI Workcamp. Eine Gruppe von jungen Erwachsenen aus ganz Europa packen mit an, innerhalb von zwei Wochen wird die Erde umgegraben und mit geeigneter Pflanzerde gemischt, sowie Beete angelegt, so dass die Gärtner/innen danach loslegen können. Der Service Civil International SCI hat sich motiviert dazu bereit erklärt (Ansprechperson: Pamina Sigrist). Weiter können Pfadfinder/innen, Praktikant/innen, Zivildienstleistende und Ehrenamtliche für kurzfristige oder auch längerfristige Unterstützung angefragt werden.

Vereinsgründung

Ist aus organisatorischen, finanziellen und rechtlichen Gründen zu empfehlen.

Eröffnung des Gartens

Beispielsweise durch ein öffentliches Gartenfest, damit die Anwohner/innen, weitere Interessierte, die Öffentlichkeit informiert und eingebunden wird.

Aufrechterhaltung des interkulturellen Gartenprojektes

Regelmässige Treffen und Austausch untereinander, soziale Aktivitäten unterhalten, Netzwerkarbeit mit anderen Gärten und Stiftung Interkultur beibehalten.


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