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Erster Interkultureller Garten im Aargau eröffnet

Am vergangenen Samstag 4.Mai 2013 eröffnete das HEKS (Hilfswerk der Evangelischen Kirchen Schweiz) als Aargauer Premiere den Interkulturellen Garten in Baden-Rütihof. In Anwesenheit von Badener Stadtammann Geri Müller, neuen Teilhaberinnen des Gartenprojekts aus Rütihof und Umgebung sowie Migrantinnen und Migranten aus dem HEKS-Projekt Neue Gärten wurden erste Sträucher gepflanzt und der Garten „in Betrieb genommen“.

Ganz so viel Regen wie am Eröffnungstag hätten die neu gepflanzten Sträucher nicht gebraucht! Die feuchten Bedingungen trübten jedoch die frohe Stimmung am Eröffnungsanlass nicht. Ca. 50 Personen waren der Einladung gefolgt und eröffneten zusammen mit Badener Stadtammann Geri Müller, Vertreterinnen der HEKS Regionalstelle Aargau/Solothurn und Vertretern der Reformierten Kirchgemeinde Baden den HEKS Interkulturellen Garten neben dem Gemeinschaftszentrum Arche. Was vor vier Jahren mit HEKS Neue Gärten als Integrationsprojekt für Flüchtlingsfrauen und ihre Kinder begann, wird jetzt durch die Erweiterung des Grundstücks zum ersten Interkulturellen Garten im Aargau. Auf dem von der Reformierten Kirchgemeinde Baden zur Verfügung gestellten Land gärtnern nun Migrantinnen und Migranten aus verschiedenen Nationen sowie Einwohnerinnen und Einwohner von Rütihof zusammen mit Schul- und Kindergartenkindern nebeneinander und miteinander. Grundstock dafür sind auch Pflanzen, welche Rütihöflerinnen aus ihren eigenen Gärten mitbrachten und damit ein erstes Gemeinschaftsbeet ermöglichen.

Interkulturelle Gärten sind Räume der Mikro-Integration. Junge und alte Leute, Frauen und Männer, Migrantinnen und Migranten sowie Einheimische arbeiten zusammen und lernen sich dabei kennen und verstehen. Menschen werden zu Nachbarn und Nachbarinnen. Differenzen in Kultur und Gewohnheiten werden besprochen und vor Ort eine gemeinsame Lösung gesucht. So wird interkulturelle Kommunikation tagtäglich geübt und umgesetzt. Stadtammann Geri Müller drückte Freude und Stolz darüber aus, dass die Stadt Baden mit dem HEKS-Garten einen weiteren Beweis ihrer Weltoffenheit erhält.

HEKS Neue Gärten AGS/O pachtet in Aarau, Buchs, Baden-Rütihof, Rheinfelden und Solothurn Parzellen in öffentlichen Gartenarealen und bewirtschaftet diese zusammen mit Flüchtlingsfrauen und ihren Kindern. Durch die Arbeit im Garten erhalten die Projektteilnehmerinnen die Möglichkeit wieder Wurzeln zu schlagen, Zugang zu gesundheitsfördernder Betätigung und Gelegenheit Deutsch zu üben. HEKS Neue Gärten ist ein handfestes, praxisorientiertes Integrationsangebot.

6. Mai 2013/Claudia Rederer


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